• FAQ | Lexikon

    Häufig gestellte Fragen (FAQ)

    Wie lang ist die Lebensdauer einer Perücke oder eines Haarteils?
    Ein ständig getragenes Kunsthaarteil/Perücke hält ca. 6 Monate bis1,5 Jahre, wobei auch dies ein Durchschnittswert ist, welcher abhängig ist von Pflege/ Handhabung des Haarteils/Perücke. Haarteile mit verstellbaren Drähten halten im Durchschnitt 1-2 Jahre, in Abhängigkeit von Handhabung und Tragehäufigkeit. Die Drähte von den Modellen "Magic" und "Magnetic" (Jon Renau) bitte niemals nach oben biegen, immer nach unten biegen und verstellen! Die Gummibänder oder Wraps halten durchschnittlich 6 Monate, da sie jeden Tag mehrmals gewickelt werden und das das Haar sehr belastet.

    Schwitzt man unter einer Perücke?
    Nein, da moderne Perücken so verarbeitet sind, dass jeder Windhauch durch die Perücke geht. Das Problem stellen eher die Eigenhaare dar. Falls Sie Ihre langen, vollen Haare unter der Perücke verstecken, so kann es natürlich in diesem Falle sein, dass Ihnen bei warmem Wetter noch wärmer wird. Dies Problem tritt aber meist nur bei Menschen auf, die sehr oft dazu neigen, zu schwitzen.

    Wie frisiere ich meine Perücke oder mein Haarteil?
    Ihre Perücke/Haarteil können Sie frisieren, indem Sie eine Drahtbürste, einen grobzinkigen Kamm oder Ihre Fingerspitzen verwenden. Ihre Perücke/Haarteil ist mit einem grundlegenden Style entworfen, aber die Veränderungen, die Sie durch Styling erzielen können, sind grenzenlos. Zu Beispiel kann man mehr Volumen erzielen, indem man den Ansatz leicht mit der Bürste toupiert. Die meisten Perücken/Haarteile braucht man nur zu schütteln und mit den Fingern in Form zu bringen. Stark gelockte Perücken/Haarteile schütteln Sie leicht. Trennen Sie die Locken mit Ihren Fingern oder einem großen Dauerwellen-Kamm. Diese Art von Perücken/Haarteilen sollte man auf keinen Fall durchbürsten.

    Bei wellenförmigen Schnitten mit losen Wellen benutzen Sie eine Perückenbürste oder grobzinkigen Kamm. Diese Modelle sollte man nur leicht bürsten, an den Spitzen anfangen und sich dann sanft Richtung Oberkopf vorarbeiten.

    Bei glatten Haarstilen können Sie eine Drahtbürste benutzen. Fangen Sie wie bei gewellten Modellen mit den Spitzen an. Wenn alle Haare gut getrennt sind, bürsten Sie Ihre Perücke nochmals von der Krone zu den Spitzen: das verleiht dem Haar ein seidiges, glattes Aussehen.

    Nach jedem Tragen ist es sinnvoll, die Spitzen Ihrer Perücke mit einer Sprühkur zu behandeln. Verwenden Sie zum Stylen Ihrer Kunsthaarperücke/Haarteil nie Haartrockner, Lockenstab oder andere Hitze ausstrahlende Geräte. Es sei denn es handelt sich um die hitzebeständige HD-Qualität. Siehe Anleitung hitzebeständiges Kunsthaar.

    Alle Perücken/Haarteile haben etwas gemeinsam: das Haar ist sehr empfindlich. Zu kräftiges Kämmen bzw. Bürsten kann das Haar zerstören oder ausreißen. Breite Zahnkämme und antistatische Bürsten sind die sichersten auf allen Perücken zu verwenden Werkzeuge. Eine synthetische Perücke ist immer vom Hersteller vorfrisiert und braucht normalerweise kein langes, kompliziertes Styling. Ein kleiner Dauerwellen-Kamm passt in jede Tasche und wirkt wahre Wunder!


    Wie kann ich Locken in meine Perücke oder mein Haarteil machen?
    Sollte es wirklich notwendig sein Ihre Perücke umzustylen, so ist dies mit Wasserdampf möglich. Drehen Sie die Haare ein und bedampfen Sie jede Locke mehrmals kurz. Zur Bedampfung eignen sich z.B. Dampfgeräte zur Reinigung von Fenster o.ä.. Anschließend sollten Sie die Haare für mehrere Stunden auskühlen lassen.

    Kann ich Haarspray auf meiner Kunsthaarperücke oder mein Kunsthaarteil benutzen?
    Ja, aber... nur Sprays, die sehr wenig Alkohol enthalten und sich ganz leicht herausbürsten lassen, sind geeignet. Produkte mit einem hohen Anteil an Alkohol trocknen die Faser aus und können sehr schädlich sein. Dies gilt auch für starkes Fixing-Gel: "Die Frisur hält", aber so gut, dass Sie Ihr Zweithaar gewaltig bürsten müssen um die Faser von Produktresten zu befreien, und so viele Haare einfach herausreißen. Selbst beim Waschen lassen sich viele dieser Produkte nicht komplett entfernen. Die Haare wirken schwerer, trocken und brüchig, und lassen sich nur schlecht frisieren. Styling-Produkte sollten also im Wasser löslich und nicht zu stark sein.

    Sie können einige Änderungen am Stil vornehmen, aber wir empfehlen Ihnen, sorgfältig vorzugehen. Sie können z.B. Wellen ein bisschen glatter bürsten, aber Sie können kein gelocktes Haar in glattes Haar verwandeln. Das liegt daran, dass die Faser bei der Herstellung mit einem speziellen Hitze-Verfahren behandelt wurde. Die Locken sind durch die Hitze "fixiert".

    Was das Schneiden einer Perücke betrifft, würden wir Ihnen empfehlen, einen Hairstylist zu beauftragen, der Erfahrung mit dem Schneiden von Perücken hat.

    Sie können den Locken Ihrer Perücke zusätzliche Sprungkraft verleihen, sollten dabei aber keinen Heißlockenwickler oder Lockenstab verwenden. Rollen Sie einfach die trockenen Haare auf weiche Schaumgummirollen. Besprühen Sie dann die Perücke mit Wasser und lassen Sie sie an der Luft trocknen. Ein typischer Fehler ist, die Haare zuerst nass zu machen und dann aufzurollen. So erzielen Sie genau das Gegenteil: nasse Fasern werden gespannt und verlieren Ihre Sprungkraft.


    Pflege-und Stylingtipps für formbares/hitzebeständiges Kunsthaar:

    1. Wir empfehlen, zum Stylen oder Kämmen Ihrer HD-Perücke immer einen grobzinkigen Kamm zu verwenden.
    2. Die HD-Faser kann Temperaturen von bis zu 180° C standhalten. Die Empfehlung des Herstellers ist allerdings eine Temperatur von 130° C bis 140° C nicht zu überschreiten.

    Die Lebensdauer von Kunsthaar verlängert sich, wenn es öfter an der Luft trocknet und selten von heißen Stylinggeräten bearbeitet wird.

    Locken/Wellen in formbares/hitzebeständiges Kunsthaar eindrehen:
    Es wird empfohlen, professionelle Stylinggeräte mit digitaler Temperaturanzeige zur Kontrolle der Temperatur zu verwenden. (Lockenstab und Glätteisen am besten mit einer Keramikbeschichtung)

    1. Kämmen Sie das Haar mit einem grobzinkigen Kamm vorsichtig aber sorgfältig durch.
    2. Heizen Sie den Lockenstab auf 130 bis 140° C auf.
    3. Legen Sie die Haarsträhne auf den Lockenstab und wickeln Sie diese von den Haarspitzen bis kurz vor dem Haaransatz um den Lockenstab. Achten Sie darauf, dass die Haarspitzen glatt aufliegen.
    4. Belassen Sie die Strähne für 10 bis 15 Sekunden auf dem Lockenstab. Dann halten Sie die Spitze des Lockenstabs in Richtung Boden und lassen die gelockte Strähne in Ihre Handfläche gleiten.
    5. Halten Sie die gelockte Strähne mit einer Hand fest. Mit der anderen Hand stecken Sie diese mit einem kleinen Metallclip oben am Haaransatz fest.
    6. Lassen Sie die gelockte Strähne komplett auskühlen (ungefähr 5 bis 10 Minuten). Dann entfernen Sie den Clip und lassen die gelockte Strähne natürlich herunterhängen.
    7. Sie können das Haar natürlich auch kämmen, um die Locken etwas aufzulockern. Am besten geht das mit den Fingern.


    Glätten des formbaren/hitzebeständigen Kunsthaares: 

    1. Kämmen Sie das Haar mit einem grobzinkigen Kamm vorsichtig aber sorgfältig durch.
    2. Heizen Sie das Glätteisen auf 130 bis 140° C auf.
    3. Trennen Sie einzelne Haarsträhnen ab. Beginnen Sie mindestens 5 cm vom Ansatz entfernt und lassen das     Glätteisen langsam bis zu den Haarspitzen über die Strähne gleiten.
    4. Kämmen Sie das Haar nach dem Glätten leicht mit einem grobzinkigen Kamm durch.
    5. Lassen Sie das Haar natürlich herunterhängen, damit es auskühlen kann.

    Was ist Remi-Haar?
    Remi-Haar kennzeichnet Haarersatz, Tressen, Strähnen, lose Haare, die aus echtem Menschenhaar bestehen, und bei dem die natürliche Schuppenschicht, die sogenannte Cuticula, noch erhalten ist. Nicht-Remi-Haar ist also empfindlicher und hat keinen Glanz, weil die nun an der Haaroberfläche liegende Faserschicht das Licht nicht reflektiert. Um diesen Nachteil auszugleichen, wird das Haar mit einer Silikonschicht überzogen, denn wer will schon stumpfe Haare. Durch die Silikonschicht glänzt das Haar wieder und ist mit bloßem Auge nicht von Remi-Haar zu unterscheiden. Nur leider hält diese 'Silikonversiegelung' nur ein paar Haarwäschen, dann ist das Silikon ausgespült und das Haar wieder stumpf. Bei Remi-Haar passiert das nicht, die Schuppenschicht läßt das Haar bei sorgfältiger Behandlung auch noch nach vielen Haarwäschen wie am ersten Tag glänzen.

     Perücken und Haarteile Lexikon

    Tresse: Die Haare werden teils in Handfertigung und teils maschinell auf Bänder genäht. Der Vorteil hierbei ist ein leichtes Frisieren - man hat einen guten Stand am Ansatz.

    Teil-Mono: Im Scheitel- /Wirbelbereich wird ein kleiner Teil mit Mono (hautähnliches Gewebe, bei dem Haar für Haar einzeln eingeknüpft ist) unterlegt, um den natürlichen Trageeffekt zu unterstützen. Oft ist dies gerade bei modischen Perücken ausreichend.

    Handgeknüpft: Die besten Voraussetzungen für die größtmögliche Natürlichkeit bieten zu 100% handgeknüpfte Perücken. Sie sind auf eine softe Montur geknüpft und lassen sich vom natürlichen Haarwuchs kaum unterscheiden. Die Perücke ist dadurch nahezu "federleicht".

    Monofilament Handgeknüpft: im Oberkopfbereich ist ein spezielles und sehr feines Gewebe eingearbeitet. Dieses Gewebe ist auf der Haut quasi unsichtbar. Die Haare werden einzeln in Handarbeit eingeknüpft. Der Vorteil hierbei ist, dass es vom natürlichen Eigenhaar nicht zu unterscheiden ist. Die Haare wirken wie aus der Kopfhaut gewachsen und sind so in jede beliebige Richtung zu stylen. Diese Perücken sind besonders gut mit Scheitel zu tragen und besonders empfehlenswert für Damen mit wenig oder keinem Eigenhaar.

    Monofilament-Tresse mit Filmansatz: Diese Perücken bestehen aus einem, aus Tressen gearbeiteten Teilstück im Nackenbereich / Hinterkopf und einem feinen Monofilamentteil im vorderen Bereich des Kopfes. Im Bereich der Stirn ist ein schmaler, gezackter Filmansatz eingearbeitet um die Natürlichkeit zu vollenden.

    O'Solite Perücke: Diese Montur ist kühl, leicht und sicher. Die neu entwickelte und getestete Faser fühlt sich täuschend echt an. Diese Perücke hat ein schönes Volumen und fällt immer wieder in ihre Ausgangfrisur zurück.

    Smartlace: Hier handelt es sich um eine Lacefront die eine natürliche Haarlinie an der Stirn bietet.

    1/2 oder 3/4 Perücken: Dies sind Perücken die Ihren Kopf nur zum Teil bedecken. Der Stirnansatz und die vorderen Seitenpartien bleiben frei. So können Sie Ihr eigenes Haar mit einfließen lassen.

    Butterflyspange: Dies ist die am meisten verwendete Befestigung von Pferdeschwänzen. Sie hat ineinander greifende Zähne und lässt sich durch leichten Druck auf die Zähne öffnen. Damit kann sie einfach um das eigene Haar geclipt werden.

    Krallen-Klipp: Leicht zu öffnende Spange, die durch das ineinander greifen ihrer Zähne leicht am Oberkopf befestigt werden kann.

    Gleitklipp: Zwei Klippvarianten in einem. Zu befestigen als ein Haarteil oder wie ein anklippbares Haarteil. Wenn Sie sich zu einer Verlängerung entschließen, liegt es an Ihnen wie fest oder locker Sie es stecken.. Öffnen Sie die "Tasche" bis sie ein flaches Harrteil haben. So können Sie es lang und herabfallend tragen. Oder ziehen Sie die Schnüre über einen Knoten (Dutt) zusammen und stylen es als einen Pferdeschwanz.

    Strings: Dies sind 2 elastische Bänder, mit denen man einen Pferdeschwanz um den eigenen Haarknoten befestigen kann.

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